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07.03.2007
Goslarsche Zeitung

"Deckenfest" für 12 Millionen-Bau

Wohnheim mit 280 Apartments wächst

von Dieter Böhl

CLAUSTHAL-ZELLERFELD.  Den Gästen stockte der Atem. Nicht weil sie sich auf einer Betondecke wiederfanden, die erst tags zuvor gegossen worden war, sondern weil der Vetreter des Wissenschaftsministeriums am Rednerpult gerade zu verstehen gab, dass zurzeit alles auf eine Auflösung des Studentenwerks hinausläuft.

Die Dramaturgie des "Deckenfestes" für den Neubau eines Studentenwohnheims mit 280 Apartments in der Leipnitzstraße nahm gestern Mittag trotz frohen Anlasses und milder Temperaturen eine frostige Wendung als Ministerialdirektor Christian Börger auf die Zukunft des Studentenwerkes zu sprechen kam. So sei für die Landesregierung eine Beschlussvorlage vorbereitet worden, die den Vorstoß des Studentenwerks Braunschweig aufgreift, die Clausthaler Einrichtung samt deren Verpflichtungen als Bauherrin zu übernehmen - inklusive 5 Millionen Euro für Brandschutzmaßnahmen an alten Wohnheimen.

"Das soll eine neue Form der Kooperation werden, keine feindliche Übernahme", sagte Börger beschwichtigend: "Es ist nicht so, dass der Oberharz von Braunschweig aus regiert werden soll." Vielmehr sei es eine Chance auf eine finanziell besser ausgestattetete Basis.

Optimismus hat nach Einschätzung von TU-Präsident Prof. Edmund Brandt, vom Präsidenten der Vereinigung Stahl und Vorsitzenden des Vereins von Freunden der TU, Prof. Dieter Ameling, und von Samtgemeindebürgermeister Walter Lampe auch dazu beigetragen, dass sich derzeit viel dreht in Clausthal, vor allem Baukräne.

Der Baufortschritt für das Wohnheim sei so rapide eingetreten, dass für eine Grundsteinlegung keine Zeit mehr war. Mit dem "Deckenfest" nach Fertigstellung der ersten Geschossdecken habe man zu einem "atypischen Ereignis" eingeladen, sagte Prof. Brandt.



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