
Schienenköpfe im Visier
Head Control wurde speziell für die detaillierte automatische Prüfung der
Schienenfahrkanten entwickelt. Das System überprüft die Kanten auf feine
Rissstrukturen (HeadChecks) in verschiedenen Stadien bis hin zu Kantenausbrüchen.
Besonders häufig finden sich diese Schienendefekte in Kurven. Sie können unentdeckt
zu Gleisbrüchen führen und somit die Sicherheit des Fahrbetriebes gefährden. Head
Control gewährleistet eine zuverlässige Detektion sowie automatische Bewertung der
Schienenfehler und kontrolliert ihre Entwicklungsstadien im Oberflächenbereich.
Die Auswertung erfolgt online während der Fahrt.
Mit einer Geschwindigkeit von 100 km/h und einer kontinuierlichen Messleistung von 500 km fügt
sich das visuelle System reibungslos in den bestehenden Zugverkehr ein. Nach der Fahrt erhalten unsere
Kunden ein Fehlerprotokoll mit einer Einstufung in die drei definierten Schadensklassen.
Aufzeichnung

(für Detailansicht Bild bitte anklicken)
Die Aufzeichnung erfolgt geschwindigkeitsunabhängig mit monochromen digitalen
Hochgeschwindigkeits-Zeilen-Kameras mit hoher Auflösung, die in robusten
Schutzgehäusen vor Umwelteinflüssen und Beschädigungen geschützt
sind. Die Triggerung der Bildaufnahme erfolgt weglängengesteuert über
einen radgebundenen Inkrementalgeber. Für eine möglichst detaillierte
Kontrolle werden hochwertige Makro-Objektive verwendet. Spezialscheinwerfer
sorgen für eine optimale Ausleuchtung und Hervorhebung feinster Fehlerstrukturen.
Neben diesen Fehlerstrukturen werden auch Schweißungen, Isolierstöße
und weitere Merkmale wie z.B. Schleifspuren aufgezeichnet.
Auswertung
Modernste Bildbearbeitungsverfahren ermöglichen eine genaue und übersichtliche Auswertung der Fehlermerkmale. Dabei wird Auffälligkeiten ein Auswertungsbild mit präziser Positionsangabe, Fehlermerkmalen und weiteren Parametern zugeordnet.

Dargestellt werden einzelne HeadChecks mit Bild und die Einteilung aller HeadChecks
in die 3 Fehlerklassen. Für wählbare Kilometerabschnitte können die Summen
auftretender Fehler in ihrer Häufigkeit dargestellt werden (blaue Balken).
Auf einem Streckenband werden alle Bereiche mit HeadChecks farblich markiert (rote Balken).
So lassen sich Schleifprogramme nach Prioritäten effektiv planen.
Dokumentation
Die Fehlerbilder werden automatisch klassifiziert und die Einstufung in die jeweilige Schadensklasse online und sofort nach Ablauf der Messfahrt in einem Fehlerprotokoll bereitgestellt, in einer Systemdatenbank archiviert oder an übergeordnete Systeme weitergeleitet.

