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Neubau der Schule in Henstedt-Ulzburg

Ein Projekt mit allen Vorzügen; eine Vorzeigeschule für Schleswig-Holstein und andere Bundesländer.

  • Planung, Bau und Finanzierung aus einer Hand
    Ein PPP-Projekt, welches durch seine besonderen Anforderungen Maßstäbe in der Wirtschaftlichkeit setzt.
  • Passivhausbauweise
    Ein Energiesparstandard, für den uns noch die Kinder der jetzigen Schüler dankbar sein werden.
  • 25 Jahre Betrieb
    Durch die Übertragung der kompletten Betreiber leistung an H. F. Wiebe GmbH & Co. KG wird dieses Gebäude gereinigt, gepflegt und ständig instand gehalten.
Schule in Henstedt-Ulzburg

Die Wirtschaftlichkeit von so genannten PPP-Projekten durch die Kombination von Entwurfsleistungen und Bauleistungen und Finanzierung, mit Effizienzvorteilen von 12–18 Prozent gegenüber der klassischen Einzelvergabe, hatte sich bei der Gemeinde Henstedt-Ulzburg bereits herumgesprochen. Dort wollte man jedoch mit diesem Projekt nicht nur Wirtschaftlichkeit in den Erstellungskosten, sondern vor Allem in dem langfristigen Betrieb und bei den Energiekosten erreichen, ohne dabei die Nutzung und Gestaltung einzuschränken. Mit diesem Ansatz und entsprechenden Auswertungskriterien hat die Gemeinde deshalb die „Passivhausbauweise“, das Gebäudemanagement über 25 Jahre und genaue Anforderungen an den Entwurf des Objektes formuliert. Durch eine überzeugende Entwurfsplanung und ein innovatives Betreiberkonzept konnte sich H. F. Wiebe GmbH & Co. KG in diesem Wettbewerb durchsetzen. Der Baukomplex beinhaltet eine 3-zügige Grundschule mit Unterrichtsräumen im Obergeschoss und im Erdgeschoss. Alle Räume sind „barrierefrei“ erreichbar. Eine Aufzugsanlage ist vorhanden. Ein Hortbereich mit zwei Gruppenräumen und der Verwaltungsbereich der Schule sind im Erdgeschoss untergebracht. Eine Einfeldsporthalle (15 x 27 m) mit allen Nebenräumen (Umkleideräume und Duschen) sowie einem zusätzlichen Mehrzweckraum wird nicht nur der Schule, sondern auch Vereinen und Verbänden zur Verfügung stehen. Bei den Außenanlagen sind neben den notwendigen Parkplätzen und Schulhofbereichen auch ein Kunstrasensportplatz, ein Bolzplatz und eine Laufbahn mit Weitsprunganlage entstanden. Die Nachbarschaft wird durch eine Lärmschutzwand geschützt.

Passivhausbauweise
Die erste Passivhausschule in Schleswig-Holstein! Passivhausbauweise zeichnet sich dadurch aus, dass diese Gebäude kompakt geplant werden, damit kein ungünstiges Verhältnis von Außenwandflächen zu Nutzflächen entsteht, und durch eine sehr hohe Wärmedämmung. Dämmstärken dieser Schule: Außenwände 260mm, Dachflächen 280mm, Bodenfläche 240mm. Weiterhin werden sämtliche Fenster und Türelemente als Passivhauselemente mit 3-fach-Verglasung ausgestattet und das gesamte Gebäude praktisch luftdicht abgedichtet (Blower-Door Test: N50 = 0,31 h-1). Ein derartig gut gedämmtes Gebäude verbraucht erheblich weniger Heizenergie, es wird jedoch eine mechanische Be- und Entlüftung der Räumlichkeiten erforderlich. Der ermittelte Primärenergiekennwert unserer Schule beträgt 24,8 kWh/m2a und ist damit wesentlich kleiner als der geforderte Wert von 40kWh/m2a. Die Wärmeversorgung erfolgt über einen Gasbrennwertkessel mit 160 kW Leistung sowie über ein BlockHeizKraftWerk mit 15 kW thermischer Leistung. Dieses BHKW erzeugt also gleichzeitig 7,5 kW elektrischen Strom, der direkt von der Schule verbraucht wird. Für die Warmwasserbereitung ist eine thermische Solaranlage mit einer Fläche von ca. 21m2 installiert. Im Erdreich wurde ein 675m2 großes Kollektorfeld für die Nutzung der Erdwärme installiert. Die Energie aus dem Erdreich wird im Winter zum Vorwärmen und für die Sommermonate zur Kühlung der Zuluft genutzt. Die Lüftungsanlagen sind mit Kreuzstromwärmetauschern ausgerüstet und die Luftqualität der Unterrichtsräume wird mit CO2-Fühlern überwacht, damit schlechte Luft kein Grund für den Leistungsabfall von Schülern sein kann. Die künstliche Beleuchtung der einzelnen Räume erfolgt in Abhängigkeit vom Tageslichteinfall und wird automatisch geregelt. Auf dem Süddach des Schulgebäudes ist eine 350m2 große Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 27,7 kWp installiert. Die Spülung der WC- und Urinalanlagen erfolgt über eine 75m3 große Regenwassernutzungsanlage.

Größe der Baumaßnahme: Neubau der Schule und 1-Feld-Sporthalle im Passivhausstandard,
ca. 15.200 m3
Architektenleistungen: Architekturbüro Mrotzkowski
Schlagbaumweg 24
26131 Oldenburg
Bauzeit: Oktober 2007 bis Oktober 2008
Betrieb: bis 2033
Auftraggeber: Gemeinde Henstedt-Ulzburg
Rathausplatz 1
24558 Henstedt-Ulzburg
Auftragsvolumen: EUR 6,9 Mio. netto



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